Die Eigentümer wurden um 15 Milliarden Franken entlastet – die Mietenden zahlen drauf


01.12.17

Bern, 1. Dezember 2017     Medienmitteilung
Referenzzinssatz

Die Eigentümer zahlen heute dank einem Durchschnittszins für die Hypotheken von 1.56 Prozent 15 Milliarden weniger Zinsen als 2008. In dieser Zeit sind die Mieten aber um weitere elf Prozent angestiegen. Der Mieterinnen- und Mieterverband empfiehlt den Mieterinnen und Mietern, eine Mietzinssenkung zu verlangen, wenn sie dies seit der letzten Senkung des Referenzzinssatzes noch nicht getan haben.
Das Bundesamt für Wohnungswesen hat heute Morgen den Referenzzinssatz publiziert, der nach der Senkung vom Juni bei 1.5 Prozent bleibt. 2008 lag er bei 3.5 Prozent. Während die Eigentümerinnen und Eigentümer 2008 noch rund 30 Milliarden Franken an Zinsen bezahlten, hat sich diese Summe 2017 auf 15 Milliarden Franken halbiert. In der gleichen Zeit sind die Mieten immer weiter gestiegen. Mietrechtlich gesehen handelt es sich um eine massive Umverteilung zu Ungunsten der Mieterhaushalte. Mieterinnen und Mieter sollen eine Mietzinssenkung verlangen, wenn sie dies nicht bereits getan haben, denn bei einem Anstieg des Referenzzinssatzes warten die Vermieterinnen und Vermieter nicht lange mit einer Erhöhung des Mietzinses zu.

Es lohnt sich, dem Vermieter zu schreiben: Ein Mietzins von 1500 Franken, der noch auf dem Stand eines Referenzzinssatzes von 2 Prozent ist (2015), sollte um 84 Franken pro Monat gesenkt werden, was im Jahr mehr als 1000 Franken ausmacht. Die Mietzinssenkung ist noch viel höher, wenn der Mietzins seit mehreren Jahren nicht gesenkt wurde. Auf www.mieterverband.ch gibt der Mietzinsrechner Auskunft über das Senkungspotential. Seit dem letzten Juni haben mehrere Zehntausend Mieterinnen und Mieter den Rechner benutzt und viele von ihnen den Senkungsbrief ausgefüllt und heruntergeladen.
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